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"Marktplatz der Kulturen" wird seinem Namen gerecht

In Gesprächskreisen konnten Bürger mit Zuwanderungsgeschichte und andere Interessierte mit Vertretern von Kreis- und Stadtverwaltung darüber sprechen, wo aus ihrer Sicht Probleme bei der Integration liegen.
Landrat Dr. Olaf Gericke (l.) und Bürgermeister Josef Uphoff stellten sich bei der Eröffnung den Fragen von Moderatorin Simone Reher.
Eine türkische Tanzgruppe lieferte einen der vielen umjubelten Beiträge zum Showprogramm.
Usbekische Lieder, die diese traditionelle gekleidete Gruppe sang, gehörten zum musikalischen Programm.
Auch junge Tänzer und Tänzerinnen zeigten ihr Können.
Farbenprächtig waren die Kostüme der tamilischen Tänzerinnen.

- Sassenberg: 250 Teilnehmer bei gemeinsamer Veranstaltung von Stadt und Kreis -

Alle Erwartungen übertraf das Interesse am "Marktplatz der Kulturen" in Sassenberg. Insgesamt 250 Teilnehmer waren in die Aula der Johannesgrundschule gekommen, um über die Integration in Sassenberg ins Gespräch zu kommen und einen Nachmittag mit kulturellen und kulinarischen Höhepunkten aus verschiedenen Kulturen zu erleben. "Warum gab es das nicht schon eher?", fragte eine Schülerin. "So ein Treffen müsste regelmäßig stattfinden",  meinte ein ausländischer Bürger. Ähnlich äußerten sich weitere Teilnehmer der erstmals von der Stadt und dem Kreis durchgeführten Veranstaltung.

Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Josef Uphoff erklärten in einem kurzen Begrüßungs-Interview mit Moderatorin Simone Reher (Radio WAF), dass für den Kreis und die Stadt die Integration wichtig ist. "Wir möchten, dass alle bei uns lebenden Menschen hier Fuß fassen können und sind auf ihre Fähigkeiten angewiesen", sagte Landrat Dr. Olaf Gericke. Über 600 Menschen mit ausländischen Pässen sowie schätzungsweise 1300 Spätaussiedler und weitere Bürger mit Zuwanderungsgeschichte leben allein in Sassenberg. Integration sei auf das Mitmachen aller Beteiligten angewiesen – dazu müsse man unter anderem mehr voneinander wissen. "Einander kennen lernen" - dieses Motto des langfristig angelegten kreisweiten Integrationsprojektes beschreibe ein wichtiges Ziel.

 

Der Marktplatz der Kulturen wurde ihrem Namen gerecht. Denn wie auf einem Wochenmarkt kamen die Beteiligten aus vielen Nationalitäten in mehreren Gruppen miteinander ins Gespräch. Viele Menschen mit Zuwanderungshintergrund sowie Gruppen und Organisationen, die sich konkret mit der Integration vor Ort  befassen, waren in den von Verwaltungsmitarbeitern  moderierten Runden vertreten. "Schon bei der Vorbereitung haben sich die verschiedenen Gruppen besser kennen gelernt", berichtete Verena Schulte-Sienbeck. Als Soziaplanerin beim Kreis Warendorf kümmert sie sich um den Integrationsprozess.

 

Die  Teilnehmer der Gesprächskreise nutzten die Gelegenheit, Anregungen zu geben, Schwierigkeiten offen anzusprechen und Erfahrungen auszutauschen. Probleme auf dem Arbeitsmarkt kamen genau so zur Sprache wie das Miteinander in Schulen und Kindergärten. Die Hinweise wurden von  Mitarbeitern der Stadt- und der Kreisverwaltung notiert. Sie fließen in den kreisweiten Integrationsbericht ein.

 

"Die Anliegen der Zuwanderer werden wir zu unseren eigenen machen und umsetzen", versprach Kreisdirektor und Sozialdezernent  Dr. Heinz Börger, dass der bis Anfang 2010 zu erstellende  Bericht in konkrete Handlungen müden werde.

 

Neben den Gesprächskreisen trugen auch zahlreiche Auftritte von Sassenberger Tanz- und Musikgruppen sowie Solisten aus verschiedenen Kulturkreisen dazu bei, die Welt des jeweils anderen besser kennen zu lernen.  Die musikalischen und tänzerischen Darbietungen wurden vom Publikum gefeiert. Viel Lob gab es zudem für das kulinarische Angebot – eine reichhaltige Auswahl von Köstlichkeiten hatten die Teilnehmer und Organisatoren zusammengetragen.   Der türkisch-islamische Verein, der tamilische Bildungsverein, Kirchengemeinden und Schulen sowie der Caritasverband, das Familienzentrum und andere Organisation haben beim "Marktplatz" mitgemacht.