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Auftaktveranstaltung zur Integrationsplanung

 

"Integration lebt vom Mitmachen": 100 Teilnehmer bei Veranstaltung mit Minister Laschet im Kreishaus

 

Auf eine breite Beteiligung der Bürger setzt der Kreis Warendorf bei der Erstellung seines Integrationsberichtes. Dazu fiel beim ersten Integrationsgipfel im Kreishaus der Startschuss. Zu den 100 Teilnehmern der Auftaktveranstaltung zählte Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) des Landes NRW. Er ging auf die Integrationspolitik und auf das laufende Projekt im  Kreis Warendorf ein. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter aus Politik und Verwaltung der Städte und Gemeinden sowie des Kreises, von Ausländerbeiräten, muslimischen Religionsgemeinschaften, Volkshochschulen, deutsch-ausländischen Freundeskreisen und anderen Vereinen und Verbänden sowie weitere Vertreter des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft. "Die Integration der Zuwanderer ist für uns von zentraler Bedeutung. Denn wir brauchen alle Bevölkerungsgruppen", betonte Landrat Dr. Olaf Gericke. Nicht über die verschiedenen Probleme und Gruppen zu reden, sondern die Betroffenen an einen Tisch zu holen – so solle der Integrationsprozess im Kreis ablaufen. "Integration lebt vom Mitmachen", so der Landrat. Das konnten die Teilnehmer anschließend  wörtlich nehmen. Bei einer Fragerunde brachten sie ebenso ihre Anregungen ein wie bei einer Ideenwerkstatt. An Stellwänden zu verschiedenen Themen war am Ende des Abends eine große Bandbreite von Mitteilungen und kritischen Anregungen nachzulesen.

 

 

Die Nennungen fließen in den Integrationsprozess ein. Die Veranstaltung am Montag war ein erster Anfang in einem mehrjährigen Prozess. Dezentrale Integrationsforen in verschiedenen Orten, Befragungen und weitere Erhebungen werden stattfinden. Zudem soll eine Integrationskonferenz mit Arbeitskreisen zu verschiedenen Themen wie Sprache, Arbeit oder Gesundheit gebildet werden. Konkrete Handlungskonzepte sollen aus dem Bericht abgeleitet und als nächster Schritt umgesetzt werden.

 

 

"Integration ist eine sehr kommunale Aufgabe. Es liegt in einer älter werdenden Gesellschaft in unserem Interesse, dass wir uns damit befassen", so Laschet. Deshalb lobte er den Kreis Warendorf dafür, dass er dieser Frage eine besondere Bedeutung beimesse. Sprache und Bildung seien das A und O dabei. Integration müsse gelingen. Denn NRW sei auf die Zuwanderer angewiesen und müsse sich verstärkt um die Bildung aller Bevölkerungsgruppen kümmern, so der Minister in seiner Rede. Bei der  Integration  müssten auch Forderungen gestellt werden – so etwa nach der Anerkennung des Grundgesetztes.

 

 

Wie ist es um die Integration bestellt? Wo hapert es mit Sprachkursen oder anderen Integrationsangeboten? Um diese Frage geht es bei der Bestandsaufnahme. Ziel ist es, bestehende Angebote in den einzelnen Orten zu vernetzten und gegebenenfalls mit neuen Projekten an Bestehendes anzudocken. Unterstützt wird der Kreis beim Integrationsbericht durch Mittel aus dem Programm "KOMM-IN" des MGFFI. Die  Bestandsaufnahme, die noch in diesem Jahr durchgeführt wird, sowie die Umsetzungsphase stehen unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Michael Bommes vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS, Osnabrück) sowie durch die KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement, Köln). Dr. Alfred Reichwein von der KGSt, der die Auftaktveranstaltung moderierte, erläuterte das Konzept für den Kreis Warendorf.

 

Die Rede des Ministers und des Landrats finden Sie im Protokoll der Veranstaltung, das Sie hier herunterladen können:

Protokoll